Donnerstag, 12. August 2010

Happy Birthday Mr. Sexton!

Charlie Sexton wurde gestern 42.
Der Plattenkoch gratuliert aufs herzlichste. Gesundheit, Glück und alles andere Gute sollen andauernd vorhanden sein!

Montag, 2. August 2010

Da muss ich hin :-)

Vom 13. bis 16. Februar 2011 in Hamburg!
Sah ihn vor ein paar Jahren zum ersten Mal, und das was mir bis heute im Gedächtnis blieb, war ein leises Gitarrensolo. Verstärker leise gedreht, daß man einerseits sein Pläng Pläng auf den Saiten der E-Gitarre hörte und leise aus dem Verstärker ein Jimi Hendrix mäßiges Solo vom Feinsten!!!

Donnerstag, 29. Juli 2010

Erleichda

Gesammelte Weisheiten aus meinem Tagesabreißkalender von und mit seiner Heiligkeit dem Dalai Lama:

"Unsere Projektionen und Vorstellungen bestimmen gewöhnlich unsere Wahrnehmung"

"Nichts besteht für sich allein. Alles entsteht aus Ursachen und Bedingungen, die wiederum voneinander abhängig sind"

"Da die Objekte unserer Sinneswahrnehmung sich ständig verändern, sollten wir nicht versuchen, sie festzuhalten."

"Wir neigen dazu, Ereignissen nur eine einzige Ursache zuzuordnen. Doch jedes Ereignis hat zahllose Ursachen."

Weitermachen...
P.S. was zum Henker ist bitteschön Erleichda? Stammt aus einem meiner Lieblingsbücher. Deutsche Ausgabe heißt Panaroma...

Dienstag, 27. Juli 2010

REST IN PEACE

Den Verantwortlichen rufe ich zu: SCHANDE ÜBER EUCH GELDGEILEN SÄCKE!!!

Dienstag, 20. Juli 2010

Vaniah Toloa: Tukua

Angesichts des grandiosen Sommers: Als ich 2006 mit RMS in Samoa abhing (das Foto entstand dort), war Vaniah Toloa und sein Song Tukua gerade ein absoluter Kracher. Gut, jetzt kracht der Song nicht gerade durch Schnelligkeit, aber die ist im Südpazifik eh verpöhnt. Man schwitzt auch langsam! Siehe Sommer 2010 in Good Ol' Schland :-) Vaniah Toloa kommt aus Tokelau, was erklärt, warum Tukua Tukua heißt und nicht Tu'ua, weil es in Samoa gar kein K gibt. Der Samoaner im allgemeinen würde also in einem Werbespot für löslichen Kaffee möglicherweise konstatieren: "Ich 'abe ga' 'ein K" weil es auch kein H und kein R gibt. Egal. Hier die Musike, die auch auf einem meiner Herzblut Sampler landen musste (aus Gründen...), Harry, dreh schon mal den Bass auf:

Gut, ne?

Donnerstag, 15. Juli 2010

Daily Lama

Seine Heiligkeit, der Dalai Lama wurde vor kurzem 75 Jahre alt. Dazu wünsche ich ihm alles erdenklich Gute. Besonders Gesundheit.
Mein Tagesabreißkalender hat heute folgenden Spruch von ihm auf Lager:

"Da alle Wesen und Erscheinungen voneinander abhängig sind, ist die Welt in steter Veränderung begriffen."


Sonntag, 11. Juli 2010

Bert got the (last) B.L.U.E.S.

Gestern bin ich Liegeradler(anfänger [aber total]) geworden, und zwar durch InbeSitznahme des letzten Brompton Faltrades mit Liegerad-Umbau-Erweiterungs-Satz. Warum das Letzte? Weil es N°90 von 90 ist und nicht mehr (nie wieder) produziert wird. Die Entwicklerin (Erfinderin) Juliane Neuss von JUNIK musste diesen Umbausatz schon 2004 aus der Produktion nehmen, da Brompton damals die Rahmenform so stark veränderte, daß der Umbausatz einer so großen Veränderung bedurfte, daß es einfach zu teuer war das zu tun. Umso glücklicher war ich, daß da plötzlich (seit 2 Wochen) ein komplettes Brompton mit Umbausatz verfügbar war. Juliane selbst hatte es inseriert. RMS, der mit ihr befreundet ist und selbst seit ca. 4 Jahren so eine Maschine fährt (damals auch schon gebraucht ergattert) hatte vor vielen Monden die Zeichnungen (CAD) für JUNIK gemacht, damit der Umbausatz in Produktion (Kleinserie) gehen konnte. RMS begleitete mich auch nach Glinde zu Juliane (das ließ er sich nicht nehmen)!
Nun ist der Umstieg vom "normalen" Diamantrahmen allerdings nicht das einfachste von der Welt. Das war gestern unter der Mittagssonne (war kein anderer Termin verfügbar) eine ganz schön wackelige Angelegenheit. Aber Juliane und RMS unterstützen mich "mental", und so konnten RMS und ich den Heimweg nach Hamburg bald antreten und während des Fahrens wurde ich immer sicherer. Allerdings setzte speziell mir die Hitze (42°C in der Sonne, in der wir auch unterwegs waren, da sich Schatten rar machte) derart zu, daß an eine komplette Tour nicht zu denken war und wir unsere Tour mit ein wenig U-Bahn Unterstützung abkürzten.
Die Fotos sowie der Titel dieses Blogeintrags sind ©by RMS Germania.
Hier seht ihr die Erfinderin Juliane Neuss bei letzten Anpassungen des BLUES an den Plattenkoch, der nur zum halten taugt :-) Im Vordergrund das geparkte Brompton von RMS:
Das 2. Foto: Zwillinge?? Kurz vorm Start zur Heimfahrt gen HH:
Fazit? Brauche noch etwas Übung um sicherer zu werden. Obwohl es gestern auf den letzten Metern schon ganz gut voran ging und auch die Wendigkeit besser wurde! Danke Jule und Ralf!!!
Mein Maschinchen bekommt übrigens auch einen Namen: 42BBs Black Madonna (two wheeled gypsy queen).

Donnerstag, 1. Juli 2010

Daily Lama

Seine Heiligkeit der Dalai Lama sagt heute (in meinem Tagesabreißkalender):

"Die Dinge sind, wie sie sind, und nicht, wie wir sie gerne hätten. Dies zu begreifen und zu akzeptieren ist der Schlüssel zum Glück."

"Es is ja wie's is" weiß auch Stefanie zu berichten.

Freitag, 18. Juni 2010

neue Single von *fortytwo blind boys*

Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltungsmusik. *fortytwo blind boys* haben mal wieder musiziert und Bert's Plattenkochstudio hat produziert. Rausgekommen ist die neue Single "Zuviel". Viel Spass damit...:

Montag, 14. Juni 2010

Wie im Schlaf: Beim Bob in Prag und Linz

Auf meiner Reise zu den Dylan Konzerten in Prag und Linz musste ich an die Schallplatte "Wie im Schlaf" von Wolfgang Ambros denken. So kam es mir vor. Alles lief so nahtlos und ohne jegliches Problem Schritt für Schritt ab, wie ein langer Traum.
11. Juni: am Freitagmorgen 8:31Uhr (bedeckt und 19°C) fuhr ich mit der Eisenbahn (EC175 nach Budapest Keleti pu) vom Hamburger Hauptbahnhof ab. 7 Stunden später, vorbei an blühenden Landschaften in Brandenburg und Sachsen, lief der Zug in Praha hlavní nádraží ein (sonnige 35°C). Von dort zu Fuß zum Václavské náměstí, wo Sprengwagen die Straße mit Wasser besprühten. Dort hatte ich meine Unterkunft reserviert. Das Zimmer war ein unklimatisiertes kleines Apartment mit Küchenzeile in einem Wohnraum, Schlafzimmer und Bad. Nach 'ner duschigen Erfrischung machte ich mich langsam auf den Weg zur U-Bahn. Mit der Linie B ging es zur O2 Arena. Ein paar Leute waren bereits da. Unter anderem lief dort auch Glen Hansard rum. Dem konnte ich dann schon mal erzählen, wie gut mir der Film Once und die Filmmusik von ihm und Markéta Irglová gefällt.
Um 18:30Uhr wurden die Pforten geöffnet. Die Kontrollen waren hier wie auf 'nem Flughafen. Taschendurchleuchter und abgepiepstwerden. Niedlich. Die Eintrittskarte wurde nicht abgerissen sondern diente als Türöffner per Barcode. Modern Times. Um halb 8 machte ich mich auf den Weg zu meinem Platz. Innenraum, Mitte, 9. Reihe. Um 8 ging das Licht aus und während der Off-Ansage: "Ladies and gentlemen, please welcome the poet laureate of rock 'n' roll. The voice of the promise of the 60's counterculture. The guy who forced folk into bed with rock. Who donned makeup in the 70's and disappeared into a haze of substance abuse. Who emerged to find Jesus. Who was written off as a has-been by the end of the 80's, and who suddenly shifted gears releasing some of the strongest music of his career beginning in the late 90's. Ladies and gentlemen - Columbia recording artist Bob Dylan!" standen alle Leute zur standing Ovation für den Meister und seine Band auf. Los ging es mit "Rainy Day Woman #12 & 35". Voller Strom. Nun war es allerdings so, daß sich viele der Aufgestandenen nicht wieder auf ihre schönen teuren Plätze setzten sondern lieber die Sicht verstellten. Das gab einigen Aufruhr der ein paar Besucher mehr beschäftigte als die Show, die ohne Aufenthalt auf der Bühne weiterlief. Bei "Lay, Lady, Lay" entlockte Dylan seiner E-Gitarre ein paar hübsche Licks angefeuert von Mr. Charlie Sexton. Tony Garnier saß übrigens das ganze Konzert über. Auch in Linz. Weiß jemand was da los ist? Ein Lieblingssong folgte mit "Just Like Tom Thumb's Blues" und Bob war auch hier der Bluesmann am elektrischen 6 Saiter. Bei "Just Like A Woman" hatte er die ganze Arena als Chor hinter sich. Magisch. Das lockte ihn dann auch hinter der Orgel vor, hinter die er sich inzwischen verdrückt hatte, um seiner Bluesharp die Seele rauszublasen. Das hat scheinbar soviel Spass gemacht, daß Dylan gleich dort blieb und sich wieder die Gitarre schnappte und der Welt verkündete: "Beyond Here Lies Nothin'". Danach wieder Orgel. "Shelter From The Storm". Traumhaft. "Honest With Me" rockte fett ab. Während "Mr. Tambourine Man" (hab ich noch nie live erlebt) kam er wieder in die Mitte um gemeinsam mit Charlie ein paar Licks zu erfinden. "Cold Irons Bound" war für den Tod der nächsten Mundharmonika verantwortlich. Geil. Mein persönlicher Gänsehautmoment dieser Show kam mit dem "Workingman's Blues #2" Auch hier nochmal der Wechsel von Orgel zur Bluesharp. Der Mann legt eine Spielfreude an den Tag, daß es einfach schön ist zuzuhören und wer kann -sehen. "Highway 61 Revisited" an der Orgel runtergerockt. "I Feel A Change Comin' On" hab ich auch zum ersten Mal live erlebt. Nach "Thunder On The Mountain" musste wieder eine Harp ihr Leben aushauchen bei der "Ballad Of A Thin Man". Wo nimmt der Meister bloß die ganze Luft her. Wahnsinn. Dann kurze Pause und die Zugaben "Like A Rolling Stone", "Jolene" und "All Along The Watchtower". Ein Traum von Show war nun aus. Zurück zum Hotel, noch 2 Urquell die Kehle benetzen lassen und ab in die Heia!

Am Samstag, 12 Juni ging es nach kurzem Frühstück am Hauptbahnhof um 9:16Uhr weiter in einem Nahverkehrszug mit tollen alten Waggons (gepolsterte 6er Abteile und Fenster zum öffnen) weiter nach Linz über České Budějovice, dort umsteigen in einen weniger schönen, neueren CityShuttle der ÖBB. Linz Hauptbahnhof erreicht der Zug um 14:43Uhr. Hotel, Zimmer, Dusche, jaaa.
Um 16:00Uhr kam dann Jörg aus Hamburg an. Der wurde wiederum von seinen östereichischen Freunden Richard, Toni und Maria am Bahnhof abgeholt. Zusammen machten wir einen kleinen Stadtrundgang bis zur Donau hin. Zwischendurch hatten wir in der Stadt noch Richards Bruder Erwin eingesammelt. Dann in einem Biergarten noch schnell einen kleinen Happenpappen eingeworfen, als auch schon Rolling Thunder & Hard Rain kamen. Da war Shelter From The Storm von Nöten. Die war dann der Bus, der uns zur Tips Arena bringen sollte. Das Unwetter war allerdings hartnäckig und entwurzelte einen Baum, der dem Bus die Weiterfahrt verwehrte. Der Busfahrer war so freundlich uns solange im Bus bleiben zu lassen, bis es nicht mehr aus Eimern schüttete und wir uns zu Fuß auf den Weg zur Arena machen konnten. Hier war alles anders als in Prag. Kommt nur rein, ach so Eintrittskarten habt ihr auch? Na dann werden wir die mal abreißen... das erklärt möglicherweise den guten Mitschnitt, den es von der Show gibt... :-)
Auch hier war die Sicht wieder dahin sobald das Licht aus war. Die Leute rannten einfach nach vorn und die die vorher auf ihren Sitzen saßen, standen nun darauf. Bizarres Bild. Ein wenig wie die chinesische Tonarmee. Da konnten wir auch nicht sitzenbleiben und suchten uns während "Leopard-Skin Pill-Box Hat" einen Platz mit Sicht ohne jemandem dieselbe zu verstellen. "The Man In Me" war um sovieles schöner als letztes Jahr in Berlin. "I'll Be Your Baby Tonight" war noch nie mein Lieblingsstück, aber fein vorgetragen an der E-Gitarre! Dann kam das erste große Highlight: "Tangled Up In Blue" und der Meister weiter an den 6 Saiten. Zwischendurch wollte einer von 3 Ordnern unbedingt, daß wir unseren Platz räumen. Das war nicht so schön. Nach "The Levee's Gonna Break" kam schon das nächste größere Highlight mit "The Lonesome Death Of Hattie Carroll". Dylan kam jetzt wieder in die Bühnenmitte um mit Bluesharp bewaffnet "I Don't Believe You (She Acts Like We Never Have Met)" vorzutragen.
"The Ballad Of Hollis Brown" erlebte ich auch zum allerersten Mal! Diese Show war also mindestens ebenbürtig mit Prag! Nach "Honest With Me" folgte ein absolutes Highlight in Form von "What Good Am I?". Das Stück hatte er am 3. Juni in Sofia zum ersten Mal seit dem 11. November 1999 gespielt. Tom Jones hat es gerade erst gecovert. Hat das damit zu tun? Bob's neueste Performance von diesem Kleinod gefiel mir aber besser :-)) Höhepunkte über Höhepunkte: "Highway 61 Revisited" wurde gefolgt von "Not Dark Yet". Das ließ einige Besucher deutlich die Fassung verlieren. Wie schön war das denn?
"Thunder On The Mountain", "Ballad Of A Thin Man" kurze Pause... Atemloses klatschen auf allen Rängen und bei den Tonsoldaten. "Like A Rolling Stone" (Jörg meinte begeistert: Tolle Version), "Jolene" und all along the watchtower? Denkste Puppe. Dylan weiß zu überraschen (andauernd). "Forever Young" als Schlußstück ist selten aber wunderschön.
Nach der Show bekam ich von Erwin (der sich als eine Hälfte von 2 Of Us entpuppte) noch seine CD geschenkt. Das war total stark und freute mich sehr. Diese Scheibe hatte ich schon bei DylanCover gesehen, wusste aber nicht wie da ranzukommen ist. Lieber Erwin, nochmal ganz herzlichen Dank dafür, die Platte gefällt mir sehr sehr gut!
Dann haben wir uns alle in einem Café am Hauptbahnhof noch ein Getränk gegönnt.
Am nächsten Morgen war dann Heimreise angesagt. Nach einem guten Frühstück im IBIS Hotel machten Jörg und ich uns auf den Weg. ICE228 bis Würzburg und dann ICE880 nach Hamburg City Blue. Bob sei Dank für diese tollen Shows und den Grund, sich auf den Weg gemacht zu haben :-)
Achso, bevor ich es vergesse... In Linz am Bahnhof hab ich mir die neuen MOJO und UNCUT besorgt. In der Juli Ausgabe des MOJO Magazine ist ein bekanntes Foto vom Meister mit lustiger Bildunterschrift zum Thema Prioritäten: